Aus der Geschichte der Kirche Monstab

Die Kirche in Monstab war einst dem St. Laurentius und der St. Katharina, und später der heiligen Dreieinigkeit geweiht.
Die alte Kirche stand noch gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Der Neubau der jetzigen wurde um das Jahr 1497 begonnen.
1507 begann der Turmbau, 1511 wurde der mittlere Teil und die Leichenhalle errichtet und gleichzeitig die Bedachung hergestellt. 1519 wurde der Chor sowie der mittlere teil gewölbt und am 30. März 1520 wurde der fertige Bau geweiht.
Über den Eingang am Turm wurden die Jahrzeiten XVCVII (im Jahre des Herrn 1507)- 1511 über der größeren Kirchentür und I519 beim Zeitz- Naumburger Bischofswappen mit Schwert und Schlüssel, am Deckgewölbe über dem Chor der Kirche versehen. Schon 1581 musste der Turm an seinem oberen Teil ganz erneuert wer den. Bei der großen Feuerbrunst am 17. Oktober 1599 war auch die Kirche mit betroffen, der hohe spitze Turm brach ein. Das Schieferdach der Kirche, mit der zweiten hohen Spitze an der östlichen Seite war gleichfalls zerstört und der innere Ausbau wurde unbrauchbar. Erhalten wurden die Umfassungsmauern und die gewölbte Decke sowie der untere Teil des Turms. Bis 1607 war die Kirche mit dem Turm von außen wieder hergestellt. Eine Inschrift besagt, dass der Herzog Johann von der abgebrochenen Johanniskirche im Deutschen Hof zu Altenburg, die Quadersteine und den Schiefer für die Erneuerung der durch den Brand geschädigten Kirche als Geschenk zur Verfügung stellte. Es wurden 150 Fuhrwerke mit diesen Steinen von Altenburg nach Monstab transportiert.Von den ehemals drei Glocken gewann man 18 Zentner und 72 Pfund Metall, welches zur neuen größeren Glocke von 24 Zentnern und 36 Pfund, und zu der kleineren von zwei Zentnern und 24 Pfund im Jahre 1792 verwendet wurde. Die mittlere Glocke von 13 Zentnern und neun Pfund wurde 1797 umgegossen. Nachdem Kirche und Turm bis auf die Uhr wieder hergestellt und die Kirchhofmauer erneuert war, ergab sich ein Aufwand von nur 2475 Gulden. Hierzu wurden verwendet 982 Fl. an milder Beisteuer.
Den Turm traf der Blitz am 6. Juni 1795 durch den schnellen Einsatz der Einwohner wurde das Umsichgreifen des Feuers verhindert. Der Turm wurde 1845 erneuert und erhöht und darin 1849 die drei neuen von C. Friedrich Ullrich aus Apolda gegossenen Glocken im Dreiklang aufgehängt. 1714 wurde das Gotteshaus auch im Inneren wiedererneuert. Die jetzige Orgel baute 1810 der ältere Poppe aus Roda. Die Kosten waren enorm hoch, 1300 Taler Beköstigung und andere Umlagen erhöhten den Aufwand um 350 Taler. Die vorige Orgel, deren Standort an der „Morgenseite“ war, wurde nach Zschernitzsch bei Altenburg verkauft und das neue Werk wurde, am vierten Advent 1810 eingeweiht. Die Kirchenbücher gehen bis zum Jahr 1572, die Kirchenrechnungen bis zum Jahr 1638 zurück. In diesem wurde das gesamte Inventar aufgelistet. Beraubt wurde die Kirche im dreißig jährigen Krieg durch die Kaiserlichen im Jahr 1632, 1634, 1637 und 1639, durch die Schweden im Jahr 1639, 1641 und 1647. Zuletzt „wanderten“ Glocken und Schnuren der Uhr mit fort. Ein Schuss durch den Turmknopf von 1630 blieb ein Merkzeichen jener Zeit. Den besseren Kelch beherbergte zehn Jahre lang, bis zum Frieden von 1648, die Brüderkirche zu Altenburg, aber 1701 wurde er nebst anderen Gefäßen geraubt. Den an dessen Stelle von einigen Begüterten aus Silber bestellten, hatte der Goldschmied nur einen aus versilbertem Kupfer gefertigt. Dies wurde allerdings erst entdeckt, als bei einen erneuten Kirchenraube im Jahre 1808 die Räuber auch den Kelch mitgenommen hatten, denselben aber nach Erkennung der Unechtheit in einem Gehölz bei Gorma weggeworfen hatten.Zum Begräbnisplatz wurde dieser bis 1627 auf dem einst östlich weiter hinabreichenden Kirchhof angesetzt. Da nach wurde der Gottesacker außerhalb des Dorfes angelegt. Hinzu kam eine Kapelle, welche um 1840 als Leiche haus verwendet wurde. Im Jahre 1862 ließ Melchor Köhler in Monstab den Gottesacker mit einem gusseisernen Tore versehen. Die Gottesacker und Begräbnisordnung stammt aus dem Jahre 1877.

Ingrid Matuszczak

 

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